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Funktioniert ein Growth Hacking Bootcamp auch online?

Der Growth Hacking Prozess
Der Growth Hacking Prozess
10 bis 18 Uhr vor dem eigenen Computer? Die anderen Teilnehmer in der Ferne? Und der Referent und seine Folien im heimischen Arbeitszimmer? Das klingt in der Theorie nach schlechten Voraussetzungen für einen gewinnbringenden Austausch über Ideen, Marketing und die schnelle Umsetzung eigener Ideen. Doch das Experiment gelingt. Nach der Anmeldung für den für Frühbucher 154,58 Euro teuren Kurstag erhält man von Hendrik Lennarz und seinem Team einen Link zum Einloggen. Wer das kostenfreie Tool zuvor noch nicht benutzt hat, kann es kostenfrei und in wenigen Minuten einrichten. Wesentlich für die Teilnahme ist eine stabile und schnelle Internetverbindung. Zudem werden Mikro (und idealerweise Webcam), wie sie in den meisten Laptops stecken, gebraucht, denn der digitale Live-Workshop ist kein klassischer Vortrag, sondern beinhaltet auch praktische Übungen und den Austausch mit dem Referenten und den anderen Teilnehmern.

Growth Hacking - Der Einstieg in den Onlinekurs

Der Onlinekurs beginnt ganz unkompliziert. Hendrik Lennarz ist groß im Bild zu sehen – die anderen Teilnehmer, so sie eine Kamera eingeschaltet haben, in kleinen Fenstern. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und der Abfrage der Erwartungen geht es an die Inhalte. Hendrik Lennarz stellt den vierstufigen Growth Hacking Prozess vor und steigt mit dem Growth Mindset ein. Nur mit der richtigen Einstellung immer wieder etwas auszuprobieren, zu testen und weiterzuentwickeln, kann der Weg zum Erfolg führen. Später geht es auch um die Generierung von Ideen und ihre Validierung, den Product-Market-Fit und schließlich im zweiten Teil des Seminars um Growth Marketing.

Growth Hacking - Der Prozess

„Das allerschlimmste ist Stillstand“, postuliert der Experte und rät zur Bereitschaft immer wieder neue Dinge zu entwickeln, sie umzusetzen und dann am Markt zu testen, ob sie funktionieren. Dass das für ihn nicht nur Theorie, sondern gelebte Praxis ist machen zahlreiche Beispiele seiner eigenen Projekte deutlich. 80 Websites gebaut – 5 erfolgreich. Was zunächst wie 75 Fehlschläge klingt, sind fünf erfolgreiche Geschäftsmodelle und das bei jeweils geringem Investment in jede einzelne Seite. Und damit machbar sowohl für Start-ups als auch für innovative Abteilungen in Unternehmen.

Growth Hacking - Die Umsetzung

57 Fallbeispiele verspricht Hendrik Lennarz in der Ausschreibung – und bietet so nicht nur wertvolle Impulse, sondern auch Motivation für die Teilnehmer nach dem Bootcamp konkret etwas umzusetzen. Manche Tipps sind ganz einfach: „Was googelt eure Zielgruppe, um euch zu finden?“ Damit meint Lennarz nicht den Markennamen, sondern das Problem des potenziellen Kunden. Wer diese Frage bestmöglich beantwortet, wird bei Google gefunden – in der organischen Suche aber auch mit Hilfe von bezahlten Anzeigen. Hier zu investieren macht aus Sicht des Referenten Sinn – um Resonanz zu testen und um zu verkaufen. Wesentlich sei auch, sich über die „Customer Desire Map“ Gedanken zu machen, denn Emotionen führen zu Kaufentscheidungen. Deshalb fragt man nach den Hoffnungen und Träumen der potenziellen Kunden, nach den Schmerzen und Ängsten sowie nach Hindernissen und Unsicherheiten. Wer zu diesen Themen die passenden Antworten hat – zum Beispiel mit passenden Landing-Pages, statt mit einer überladenen Website für alle Zielgruppen, erhöht die Chance, neue Kunden zu gewinnen.

Growth Hacking - Übertragbar auf die Praxis

Manche Tipps sind mit minimalem Zeitaufwand ins eigene Unternehmen zu übertragen. Interessante Downloads werden nur gegen Angabe einer E-Mail-Adresse und weiterer Daten abgegeben. Formulare können mit einfachen und kostenfreien Tools generiert werden. „Man kann seine Zielgruppe über Content selektieren“, rät Hendrik Lennarz und beschreibt, wie er aus Google-Anfragen Seminarteilnehmer macht. Ein wertvoller Einsatzfaktor ist dabei Content. Wer diesen bietet hat damit die Chance aktive Anfragen aus der Zielgruppe zu bekommen und mit dieser in Dialog zu treten. Wo möglich sei die individuelle Kommunikation – auch bei Kontaktanfragen in sozialen Netzwerken – der Schlüssel zum Erfolg. Während des Seminars hatten die Teilnehmer immer wieder Gelegenheit über eigene Erfahrungen mit Tools zu berichten und sich auch zu den Projekten der anderen auszutauschen. Kurz vor 18 Uhr war es dann an der Zeit die drei wichtigsten Tools jedes einzelnen zu nennen und was man mit diesen vorhat. Ob die Pläne Wirklichkeit werden? Das wird Hendrik Lennarz die Teilnehmer fragen – bei einem einstündigen Zusatztermin sechs Tage nach dem Seminar. Denn nicht umsonst lautet sein Hashtag #executeordie.

Growth Hacking - Infos

https://www.hendriklennarz.com
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