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Psychopragmatik – Lernen per Video

 

Seminare vor Ort sind mit hohem Aufwand verbunden. Das gilt für Trainer und Teilnehmer gleichermaßen. NLP-Trainer Julian Wolf hat deshalb eine Vielzahl seiner Seminare auf Video aufgezeichnet und präsentiert in seiner Onlinecommunity „Psychopragmatik“ Aufzeichnungen der Trainings. Wer sich kostenfrei anmeldet, bekommt Ausschnitte zu sehen. Wer zahlendes Mitglied wird kann mehr und längere Videos sehen und so auch ganze Seminare zumindest in digitaler Form erleben. Das spart Wege und Zeit und ermöglicht es, vor der Buchung eines echten Seminars einen Eindruck zu gewinnen, wie wichtig einem das Thema ist und welchen Stil ein Trainer hat. Das Seminar wird damit vom riskanten Vertrauensgut zur planbaren Investition. Wer weniger Wert legt auf die aktive Beteiligung vor Ort kann den Zugang zur Community natürlich auch als Alternative zu Präsenzseminaren verstehen.

„Grenzenlose Lebensfreude“ lautet der Titel eines Videos. Hier geht es um den „State“ und die Frage „Wie fühle ich mich gerade?“ Lacher lockern die Stimmung. Sinne fühlen Veränderung. Die Teilnehmer werden eingeladen, sich gedanklich in eine tolle Situation zu versetzen und die guten Gefühle zu genießen. Bei "Trainer Tricks" gibt Julian Wolf eine Reihe von Tipps. Diese nennt er „Julians Six-Pack“. Ein Tipp ist besonders wertvoll für alle, die selbst mit Hypnose arbeiten. So rät er zum Beispiel bei einer Hypnoseshow den Ton anzugeben. Dabei bittet man die Gäste aufzustehen, die Hände in die Luft zu strecken, sich zu drehen, die Plätze zu tauschen und letztlich den Anweisungen zu folgen. Nützlich sei auch der Drang vieler Menschen, Dinge zu komplettieren. Dabei könne hilfreich sein, Sachen Nummern zu geben. Bedeutsam sei zudem weniger die Leistung als die Wirkung des Handelns. Und es biete sich an, immer mit einem Fuß eine Metaebene höher zu sein als der Mensch mit dem man spricht. Wichtig sei auch, immer noch etwas im Petto zu behalten. Wie Julian Wolf, der nur einen kleinen Teil der Erkenntnisse mit den Zuschauern des Gratiszugangs teilt.
 
„Freiheit und Eifersucht“ heißt ein anderes Video. Der Referent erzählt, Eifersucht beruhe in manchen Fällen auf Misstrauen nach einer "Ich werde betrogen"-Erfahrung. Alternativ könne die Quelle für Eifersucht auch reine Einbildung sein. Der Seminarleiter verbindet manche monogame Beziehungen mit dem „Beginn des Belügens“. Besser sei es, dazu zu stehen, was man will und das Leben so weniger kompliziert zu machen. Dabei helfen könnte ein „PickUp“-Kurs, von dem im Videoportal zunächst 50 Minuten zu sehen sind. Referent Sergej sieht sich als Experte für Verführung und Eroberung. Er sieht die Verführung als interessantes Spiel und die Schüchternheit als Risiko.

Dann plaudert er aus dem Nähkästchen und erzählt zum Beispiel, dass Frauen sich schön machen, um die Aufmerksamkeit von Männern zu bekommen. Komplimente und Zeichen der Aufmerksamkeit seien wertvoll, dürften aber kein Automatismus werden, da man dann vorhersagbar werde. Auch umgekehrt funktioniere es. „Männer lieben Bewunderung“, weiß der Experte und rät wenig später, Frauen anzuschauen wie ein leckeres Steak. Neben Lächeln sei eine weiche, streichelnde Gestik hilfreich. Beim Flirt solle man sich nebeneinander stellen und nicht gegenüber. Als Mann könne man Gegenstände oder den eigenen Körper streicheln, um auf Frauen zu wirken. Das bringe genau wie eine tiefe Stimme eine Menge. Als Frau sei es ratsam, die Haare zurückzustreifen, die Lippen wenige Millimeter nach vorne zu schieben.

Nur ein kurzer Ausschnitt wird gezeigt aus dem Seminar „Fast Phobia Cure“. Hier soll gezeigt werden, wie man Ängste in den Griff bekommt. Der Lerneffekt aus dem 14 Minuten-Ausschnitt ist klein. Ängste würden oft versteckt hinter Lachen. Ein guter Weg liege darin, positive Anker zu setzen. Dann ist das Video auch schon vorbei. Mehr bietet da der noch kürzere Ausschnitt aus „Basis Hypnose“ mit  Tom Krause. Der berichtet in 7 Minuten wie wichtig Flexibilität für den Hypnotiseur ist. Er kenne 20-25 Möglichkeiten, jemanden in Trance zu bringen. Gerade bei Einsteigern sei ein längeres Vorgespräch gut und wichtig. Als Hypnotiseur müsse man den Kopf frei haben für den anderen, statt mit sich selbst beschäftigt zu sein. Krause betont die Bedeutung von Sprache und verbindenden Wörtern. Oft sei eine bildhafte Sprache wirksam. Es helfe in Teilen abstrakter zu bleiben und „deine Lieblingsfarbe“ zu sagen statt einer vorgegebenen Farbe. Manchmal könne man auch bewusst Dinge weglassen, um so auf die Phantasie der hypnotisierten Person einzuwirken. Auch könnten Kommandos in Geschichten eingebettet werden und so besonders gut wirken. Natürlich kommt es auch auf die Betonung an, verrät der kurze Ausschnitt, der Lust auf mehr macht.

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